Logo DEGA GRÜNER MARKT

Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.

Praktiker: Wechsel des Firmensitzes nach Hamburg

Ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Schärfung der Zwei-Marken-Strategie in Deutschland, eine komprimierte Organisation mit einer gemeinsamen Zentrale in Hamburg und ein optimiertes Standort- und Länderportfolio sollen den Praktiker-Konzern mittelfristig wieder zu wirtschaftlichem Erfolg führen.
Veröffentlicht am
/ Artikel kommentieren
Artikel teilen:

Michael Arnold, bisher zuständig für das Auslandsgeschäft, das Standortmanagement und den Personalbereich des Praktiker-Konzerns, und Pascal Warnking, bisher verantwortlich für das gesamte Deutschlandgeschäft, scheiden mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand aus. Arnold wird sich Aufgaben außerhalb des Praktiker-Konzerns zuwenden, Warnking geht in die Wissenschaft. Ab sofort zeichnet Thomas Fox, der seit Anfang Oktober den Praktiker-Konzern leitet, für das gesamte operative Geschäft im In- und Ausland verantwortlich. Personal und Standortmanagement liegen bei Josef Schultheis, der als Chief Restructuring Officer dem Vorstand seit Mitte August angehört. Markus Schürholz bleibt unverändert für den gesamten Finanzbereich sowie für IT und Logistik zuständig.

Strategisch steht die Schärfung der Zwei-Marken-Strategie in Deutschland im Zentrum des Restrukturierungspakets und damit die Absicht, die Flächenproduktivität des deutschen Filialnetzes spürbar zu erhöhen. Die Positionierung der beiden Marken Praktiker und Max Bahr bleibt bestehen, die Markenprofile werden aber weiterentwickelt. Bei Max Bahr werden die Dienstleistungsangebote für den Kunden ausgeweitet, bei Praktiker die eingeleiteten Maßnahmen zur Neupositionierung fortgeführt. Praktiker setzt dabei noch stärker auf den selbsterklärenden, diskontierenden Baumarkt mit einfacher Kundenführung im Markt, einer weiter vereinfachten Preis-, Qualitäts- und Markenstruktur, einer durchgängigen Präsentation der Eigenmarke Praktiker als „clevere Wahl“ und weiteren Anpassungen der Regalpreise auf ein noch attraktiveres Niveau.

Bereits Anfang 2012 werden die ersten Märkte, die das neue Konzept für den Kunden durchgängig erlebbar machen, vollständig umgerüstet sein.

Zur Modernisierung aller Standorte und für die Überarbeitung der Sortimente und Angebotskategorien ist daher in den nächsten drei Jahren eine kräftige Aufstockung der Investitionen geplant. Insgesamt sollen in diesem Zeitraum mehr als 300 Millionen Euro für die Profilierung beider Konzernmarken und den neuen Gesamtauftritt aufgewendet und Finanzmittel in entsprechender Größenordnung beschafft werden.
Die Wirtschaftlichkeit des Praktiker-Konzerns soll auch von einer erhöhten Effizienz in Führung und Organisation des Unternehmens profitieren. Dafür sorgt die Entscheidung, die beiden bisherigen deutschen Zentralen der Vertriebslinien Praktiker (Kirkel, Saarland) und Max Bahr (Hamburg) zu einer einzigen Konzernzentrale mit Sitz in Hamburg zusammenzulegen. Geplant ist, im ersten Schritt alle wesentlichen operativen Einheiten von Praktiker Deutschland, insbesondere Einkauf und Category Management sobald wie möglich von Kirkel in die Hansestadt zu verlegen.

Märkte sollen geschlossen werden, die dauerhaft und ohne Aussicht auf Besserung Verluste erwirtschaften. Nach diesem Maßstab stehen im deutschen Filialnetz von Praktiker im nächsten Jahr etwa 15 Prozent der derzeit 236 Märkte zur Überprüfung an. Wegen anhaltenden Mangels an Ertragskraft wird sich Praktiker zudem aus Albanien zurückziehen und weitere Auslandsengagements auf den Prüfstand stellen.

PR

 

(c) DEGA GRÜNER MARKT online, 25.11.11


0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren