Leichte Aufhellung der Konsumstimmung
Nachdem die Verbraucherstimmung im Dezember 2025 das Jahr mit dem tiefsten Stand seit einem Jahr beendet hat, beginnt das neue Jahr 2026 mit einer leichten Stimmungsaufhellung. Das zeigt das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE).
von HDE/Redaktion erschienen am 14.01.2026Zu Beginn des neuen Jahres gibt es die große Hoffnung, dass 2026 nach Jahren der Stagnation die Gesamtwirtschaft wieder einmal (spürbar) wächst. Bei der Stimmung der Verbraucher zeigt sich das Bild zum Jahresstart nun zumindest etwas positiver als vor einem Jahr – und zwar in doppelter Hinsicht. Anders als im Vorjahr blicken sie nun im Januar erstens optimistischer als im Vormonat auf die kommenden Wochen und sie sind zweitens zuversichtlicher gestimmt als vor einem Jahr.
Verbraucher optimistischer als vor einem Jahr
Im Januar 2026 weist das HDE-Konsumbarometer eine Höhe von 95,54 Punkte auf (siehe Abbildung). Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies ein Anstieg um 0,3 Punkte, sodass der Indikator nahezu auf dem Niveau des Vorvormonats liegt. Der negative Trend der vergangenen beiden Monate hält damit nicht weiter an. Auch ist die Verbraucherstimmung etwas besser als vor einem Jahr. Der Wert des HDE-Konsumbarometer beträgt aktuell 0,55 Punkte mehr als im Vorjahresmonat.
Ob dies der Beginn eines positiven Trends ist, muss sich erst noch zeigen. Und selbst wenn es kein enthusiastischer Start ins neue Jahr ist, gehen die Verbraucher zumindest mit einer leicht positiven Grundstimmung in die kommenden zwölf Monate. Nun gilt es – insbesondere für die Bundesregierung – etwaige Unsicherheiten und Skepsis bei ihnen abzubauen und die Hoffnung auf wirtschaftlich bessere Zeiten erst zu stärken und dann zu erfüllen.
Die Kaufzurückhaltung bleibt jedoch bestehen. Ihre Anschaffungsneigung sinkt im Vergleich zum Vormonat, gleichzeitig steigt ihre Sparneigung. Es zeigt sich somit eine Verlagerung vom Konsumieren hin zum Sparen. In den kommenden Wochen scheinen die Verbraucher ein Finanzpolster aufbauen zu wollen, sodass kein größeres Wachstum beim privaten Konsum zu erwarten ist. Ablegen werden die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Zurückhaltung voraussichtlich erst, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen deutlich verbessern.
Hoffnung macht daher, dass die Verbraucher etwas optimistischer auf die kommende Konjunkturentwicklung blicken. Ihre Konjunkturerwartungen hellen sich im Vergleich zum Vormonat auf und fallen sogar besser aus als vor einem Jahr. Positiv schauen die Verbraucherinnen und Verbraucher auch auf die weitere Entwicklung der eigenen Einkommenssituation. In finanzieller Hinsicht starten sie positiv in das neue Jahr.

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