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Trends im Ladebau

Leuchtturmprojekte aus aller Welt

Auf der Webseite store-shops.de finden sich aktuelle und äußerst spannende Konzepte aus der ganzen Welt, die versuchen, die Kunden zum Kauf zu verführen – mit einzigartigen Erlebnissen. Anbei lediglich zwei Anregungen, wir empfehlen einen Blick auf alle Leuchtturmprojekte. Den Link hierzu finden Sie unten im Text.

von Ilona Marx erschienen am 30.03.2026
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Der Store von Xinú in Mexiko-Stadt ist eine eindrucksvolle Hommage an die sinnliche Kraft der Natur.
Der Store von Xinú in Mexiko-Stadt ist eine eindrucksvolle Hommage an die sinnliche Kraft der Natur. © Ilona Marx

Xinú

Biophiles Design ist eine Antwort auf Urbanisierung, digitale Überreizung und den Wunsch nach Balance und Erdung. Natur wird nicht nur zitiert, sondern strukturell integriert – über Materialien wie Algen, Holz und Stein, durch natürliches Sonnenlicht und unregelmäßige, organische Formen. So ist der Store von Xinú in Mexiko-Stadt eine eindrucksvolle Hommage an die sinnliche Kraft der Natur. Inspiriert von botanischen Gärten und traditionellen mexikanischen Materialien, ist ein Raum entstanden, der bewusst entschleunigt.

Rohes Holz, Granit, handgefertigte Oberflächen und eine reduzierte, natürliche Farbpalette lassen den runden Store mit bodentiefen Fenstern beinahe museal-meditativ wirken. Pflanzen sind keine Dekoration, sondern räumliche Akteure. Licht fällt weich und gefiltert durch die umliegenden Bäume ein, Düfte werden Teil des Gesamterlebnisses. Xinú spricht alle Sinne an und übersetzt die Markenphilosophie – naturbasierte Parfümerie – konsequent in Architektur.

Cédric et la chocolaterie

Vor dem im Oktober 2025 eröffneten Pariser Store des Star-Pâtissiers Cédric Grolet auf der Avenue de l’Opéra bildet sich eine lange Schlange. Geduldig wartet eine auffallend junge Käuferschaft darauf, Einlass in das Allerheiligste der Chocolaterie zu erhalten. Drinnen angekommen, wird zunächst ausgiebig gefilmt und fotografiert. Kein Wunder: Mitten im Raum wachsen zwei wie von glänzender Schokolade überzogene Bäume in den Himmel, von der Decke hängen dicht an dicht überlebensgroße Pistazien, Hasel-, Erd- und Walnüsse, die aus weißer, dunkler und Milchschokolade gefertigt zu sein scheinen. Eine Installation aus echter, zäh die Wand hinter dem Tresen herabrinnender Schokolade erfüllt den Raum mit süßem Duft.

Wie von glänzender Schokolade überzogene Bäume wachsen mit ihren schokoladigen Früchten in den Himmel.
Wie von glänzender Schokolade überzogene Bäume wachsen mit ihren schokoladigen Früchten in den Himmel. © Ilona Marx
Installation aus echter, zäh die Wand hinter dem Tresen herabrinnender Schokolade.
Installation aus echter, zäh die Wand hinter dem Tresen herabrinnender Schokolade. © Ilona Marx

Grolet hat hier nicht einfach eine Chocolaterie eröffnet, sondern eine fantastische Erlebniswelt geschaffen, die zwischen Haute Pâtisserie und Märchenkulisse oszilliert. Assoziationen mit Willy Wonkas Schokoladenfabrik sind durchaus beabsichtigt. Doch das Setting ist nur ein Teil des Zaubers. Der Verkaufsprozess selbst hat seine eigene Magie. Die aufwändig produzierten Kakaoprodukte werden von der Belegschaft wie Kostbarkeiten präsentiert. An einem Tresen warten drei Expert:innen, die die einzelnen Sorten erklären und zelebrieren.

Hat die Kundschaft ihre Auswahl getroffen, wird die Bestellung weitergegeben und in einem separierten runden Raum aufs Feinste verpackt. So avanciert der Akt des Kaufens zu einer rituellen Inszenierung, aufgeführt auf einer Bühne, auf der Handwerk und Luxus fantasievoll miteinander verschmelzen – ein perfektes Beispiel dafür, wie der Trend „Playfulness“ im Premiumsegment funktioniert.

Die Eröffnung von Cédric et la Chocolaterie versetzte ganz Paris in Aufregung – und die soziale Medienwelt gleich mit. Für diesen Hype dürfen sich Interior Designer Tom Bénard von Atelier Cibé und sein ebenso findiger Auftraggeber mit Recht feiern lassen.

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