
Kunst trifft Floristik – und begeistert das Publikum
Das Erfolgsrezept – die Verbindung von Floristik und Kunst – überzeugt auch in der zwölften Ausgabe von Blumen für die Kunst. Wie Blüten, Zweige und Gräser insbesondere die abstrakte zeitgenössische Kunst auf ihre ganz eigene Art und Weise vermitteln und beleben, das war vom 3. bis zum 8. März 2026 im Aargauer Kunsthaus zu erleben.
von Kunsthaus Aargau/Redaktion erschienen am 11.03.2026Die floralen Interpretationen von Werken aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses begeisterten erneut Tausende Menschen. Unter strahlend blauem Himmel strömten die Zuschauenden über den Aargauerplatz ins Kunsthaus. Während sechs Tagen besuchten 18.706 Menschen die spartenübergreifende Ausstellung. Damit hat die Ausgabe 2026 die Erwartungen des Aargauer Kunsthauses und des Vereins Flowers to Arts erneut übertroffen.

Die Besuchenden nahmen sich viel Zeit, das Zusammenspiel von Floristik und Kunst zu betrachten. Zu entdecken gab es 14 verschiedene Kreationen von 15 talentierten Floristinnen und Floristen aus der ganzen Schweiz und einem internationalen Gast aus Berlin: Nicolaus Peters, der vom Verein Flowers to Arts ausgewählt wurde. Einige von ihnen hatten schon in früheren Jahren bei Blumen für die Kunst mitgewirkt.
Alle Blumengestaltenden bringen ihre persönliche Note und ausgeklügelte Konzepte in die floralen Kreationen mit ein. Sie wählten für ihre Arbeit Werke von Kunstschaffenden aus der aktuellen Ausstellung Sammlung 26. Die Blumen treten in den Dialog mit den Werken aus der Sammlung. Die Floristinnen und Blumengestalter spinnen die künstlerischen Gedanken fort. Sie setzen ihnen neue Gedanken entgegen oder nehmen ihre Farben und Formen auf, um sie noch intensiver wirken zu lassen.
Nicolaus Peters als Gast
Nicolaus Peters nähert sich dem Spaltkasten von Jean Pfaff über die Materialität der unbehandelten Leinwand. Dieses Element bildet das tragende Grundgerüst seiner floralen Interpretation. Mithilfe der japanischen Falttechnik Kirigami wird die zweidimensionale Fläche in ein aufgefaltetes, dreidimensionales Objekt überführt.

Die Zweiteilung des Kunstwerks bringt Peters gezielt zur Geltung: Ein klar gesetzter Spalt lenkt den Blick in die Tiefe. Farblich reagiert die florale Gestaltung auf die Leuchtkraft des dominanten Gelbs im Zentrum des Werks. Anthurien, Oncidium, Ranunkeln, Craspedia und Gloriosa scheinen über der Struktur zu schweben, während Nerinen in Rosa und Pink die Farbharmonie subtil erweitern und das Spannungsfeld zwischen Trennung und optischer Verbindung akzentuieren.
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